Die schleichende Übersäuerung des Körpers.

Ausgangspunkt der Übersäuerung ist der bei Säureüberschuss (bzw. Basenmangel) täglich im Körper verbleibende, nicht neutralisierte und deshalb nicht ausgeschiedene Säurerest, der sich im Bindegewebe ablegt. Dies ist anfangs noch kein großes Problem. Jedoch bei einem permanent bestehenden Missverhältnis zwischen Säuren und Basen, entsteht eine chronische Übersäuerung (Hyperacidität).

Da das Bindegewebe der Ver- und Entsorger für unsere Zellen ist, kann es nicht warten bis wir den Körper neutralisieren und muss deshalb die überschüssige Säure an unsere Gelenke und Muskel abgeben. Dann wiederum sind Osteoporose, schmerzende Muskel und Gelenke die direkten Folgen.

 

Aus dieser Vielfalt kann man ableiten, dass es bei allen Beschwerden sinnvoll ist, seinen Säure-Basen-Haushalt zu prüfen. Aber auch ohne Beschwerden macht diese Prüfung einen Sinn. Insbesondere in jüngeren Jahren können die Anforderungen des Alltags und die körperlichen Reserven sich so verbünden, dass wir von der Gefahr nicht einmal etwas ahnen. Die Niederlage kann uns, relativ langsam, mit den verschiedensten Beschwerden konfrontieren. Sie kann aber auch wie eine Eruption über uns kommenZu verhindern ist sie nur durch die Korrektur des Säure-Basen-Haushalts.

Übersäuerung - Volkskrankheit Nr. 1

95% der Bevölkerung sind übersäuert. Jahrelang wurde die Übersäuerung totgeschwiegen oder verharmlost. Neuere medizinische Studien zeigen eindeutig, dass sie aber die Hauptursache von 60 bis 70% aller Zivilisationskrankheiten ist.

Selbst konservative Universitäten mit medizinischer Fachausrichtung haben jetzt Studiengänge über den Säure-Basen-Haushalt in Ihr Programm aufgenommen.

Das Tückische an der Übersäuerung ist, dass Sie sich sehr schleichend aufbaut, ohne große Beschwerden zu verursachen. Oft dauert dieser Prozess 10 bis 20 Jahre oder noch länger - ohne nennenswerte Symptome.

Liste einiger saurer Lebensmittel

  • kohlensäurehaltige Getränke wie Mineralwasser, Limonade, Cola 
  • Fleisch, Fleischbrühe, Wurstwaren, Schinken
  • Eier, Milch und Milchprodukte (auch fettarme), wie Quark, Joghurt, Kefir und alle Käsesorten
  • Zucker, Süßigkeiten, alle Eissorten, auch Wasser-, Soja- und Joghurteis, Honig 
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Spargel, Rosenkohl, Artischocken
  • viele Arten von Getreide und Getreideprodukten, wie Pizza, Nudeln
  • Reis, Brötchen, Brot
  • Senf, Essig, Ketchup, Sauerkonserven
  • Fische und Schalentiere, gehärtete, raffinierte Fische und Öle, auch Margarine, billige Salatöle
  • Alkohol
  • alle Nüsse außer Mandeln
  • Kaffee, Getreide-, Instant-, koffeinfreier Kaffee

Typische Beschwerden bei einer Übersäuerung

Zu viel Säure im Körper wirkt sich negativ auf unseren Organismus aus. Vor allem das Bindegewebe, die Knochen und die Muskulatur leiden unter zu viel Säure. Das Spektrum für Beschwerden bei einer Übersäuerung ist groß. So sind beispielsweise Kopfschmerzen, Nervosität, Schlafstörungen, Abwehrschwäche, Erkältungsneigung, Antriebsschwäche, Leistungsabfall, Rückenschmerzen, Haarausfall sowie Konzentrationsschwäche Zeichen der Übersäuerung.

So wirkt sich beispielsweise eine chronische Übersäuerung auf den Körper aus: (Quelle: Der Basendoktor von Maria Lohmann)

Zähne:

Zahnschädigung, Karies, angegriffener Zahnschmelz, Neigung zu Zahnfleischbluten

Knochen:

Osteoporose, Knochenentkalkung

Gelenke:

Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, Ablagerungen

Magen:

Magendrücken, Sodbrennen, Aufstoßen

Darm:

Übersäuerung belastet die Verdauungsorgane und verschlechtert somit auch die Verdauungsleistung, Gärung sowie Fäulnis durch Verstopfung treten auf, Durchfall als Reaktion auf übersäuerten Nahrungsbrei

Stoffwechsel:

erhöhter Blutzucker sowie Insulinspiegel, Blutzuckerschwankungen

Konzentration:

längere Konzentration fällt schwer, kraftlos und ausgelaugt

Schlaf:

keine vollständige Erholung möglich, unruhiger Schlaf

Herz:

chronische Übersäuerung verschlechtert die Funktionsleistung des Herzens, Herzinfarkte werden daher auch meist von einer Übersäuerung begleitet.

Blut:

zäherer Blutfluss

Blutdruck:

Puls und Blutdruck erhöht, kalte Hände und Füße, schlechtere Durchblutung

Psyche/ Stimmung:

schlechte Laune, gestresst, unruhig, angespannt, Lustlosigkeit

Nervensystem:

da Säuren sehr stark an den Nerven zerren, sind oft Kopfschmerzen sowie auch Nervenschmerzen die Folge

Bindegewebe:

Säuren machen das Bindegewebe starr und verhärten es

Immunsystem:

anfällig für Allergien, Entzündungen, Infekte, geschwächtes Immunsystem

Körpergewicht:

Säuren binden überflüssige Kilos, Wassereinlagerungen

Haare und Nägel:

verminderter Haar und Nagelwuchs, brüchig

Muskel:

Verspannungen und Übersäuerungsschmerzen

Haut:

Cellulite, vermehrte Faltenbildung, grobe Poren, unreine und fettige Haut